Selbst-Vertreter

Selbst-Vertretung von Menschen mit Behinderung

„Nicht über uns ohne uns!“

das sagen Menschen mit Behinderung auf der ganzen Welt.
Selbst-Vertretung ist auch eine Forderung,
die in der UN-Behindertenrechts-Konvention steht.
Eine Konvention ist ein Vertrag,
der von Menschen oder Staaten eingehalten wird.
In der Konvention steht zum Beispiel:

  • Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können
  • Deshalb soll es keine Hindernisse geben
  • Menschen mit Behinderung sollen die gleichen Rechte haben,
    wie alle anderen Menschen auch.

UN ist die Abkürzung für United Nations.
Das ist Englisch.
Auf Deutsch bedeutet das:
Vereinte Nationen.
Die Vereinten Nationen sind viele Länder der Welt.
Die UN-Konvention gibt es auch in Leichter Sprache.

Diese Forderungen möchte die Lebenshilfe Bamberg ernst nehmen.
Deswegen gibt es unterschiedliche Selbst-Vertreter-Gruppen in der Lebenshilfe.

Was bedeutet Selbst-Vertretung?

Menschen mit Behinderung sagen ihre Interessen öffentlich.
Sie wollen ihre Interessen durch setzen.
Sie vertreten ihre eigene Person
Und die Interessen von anderen Menschen mit Beeinträchtigung.
Sie sprechen für sich selbst.
Und sie sprechen selbst.
Selbst-Vertreter lernen Entscheidungen zu treffen.
Sie bekommen für ihre Arbeit Unterstützung.

Mit großen Trommel-Schlägen begann das erste große Selbstvertreter-Treffen der Lebenshilfe Bamberg in der KUFA.
Der OBA-Rat hat die Tagung für Selbst-Vertreter der Lebenshilfe Bamberg organisiert.

Zu den Selbst-Vertretern gehören:
Die Wohnheim-Räte, die Werkstatt-Räte, die Frauenbeauftragten, der OBA-Rat und der VHS-Rat.

Jeder Beirat hat seine Arbeit vorgestellt.
Es wurde klar: Jeder Beirat hat sehr unterschiedliche Aufgaben.
Aber: Alle setzen sich für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderung ein.

Dann wurden in Klein-Gruppen verschiedene Fragen beantwortet.
Zum Beispiel: Was behindert mich bei meiner Arbeit?
Oder: Was hilft mir bei meiner Arbeit?

Nach der Mittags-Pause ging es weiter mit einem Bericht vom Selbstvertreter-Kongress in Leipzig.
Einige Selbst-Vertreter aus Bamberg waren dort.
Eine Forderung dort war: Es soll in jedem Vorstand der Lebenshilfe einen Selbst-Vertreter geben.
Auch die Bamberger Selbst-Vertreter begrüßten diesen Vorschlag.

Am Nachmittag gab es 4 Arbeits-Gruppen:
1. Mut tut gut
2. Schwierigkeiten und Probleme
3. Öffentlichkeits-Arbeit
4. Selbstbewusstes Auftreten

Hier wurden Ideen besprochen und praktisch geübt.

In der Abschluss-Runde sagte Anton Hofrichter (Vorsitzender des Gesamt-Werkstattrats):
„So ein Treffen wie heute, soll es jedes Jahr geben.”
Er erhielt dafür tosenden Applaus.

Es gibt eine neue Plattform der Lebenshilfe Bayern mit vielen Informationen für Selbst-Vertreterinnen und Selbst-Vertreter.

Sie sind aktiv in einem Gremium der Selbst-Vertretung? Sie wollen sich regelmäßig über aktuelle Themen informieren? Sie wollen Ihre eigenen Erfahrungen und Ideen anderen mitteilen? Dann schauen Sie doch mal auf die neue bayerische Info-Plattform! Die Plattform ist über diese Internet-Adresse erreichbar: https://padlet.com/lebenshilfebayern/Selbstvertretung