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Aktuelles
07.08.2026

OBA / Besuch beim Hospiz am Ohmplatz (Erlangen)

Insgesamt 18 Teilnehmer machten sich bei heißem Wetter und bester Stimmung mit 2 Kleinbussen der Lebenshilfe nach Erlangen auf, um das Hospiz am Ohmplatz kennenzulernen.

Die Informationsveranstaltung fand auch diesmal wieder in Kooperation zwischen der GVP (Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase) und der OBA (offenen Behindertenarbeit) der Lebenshilfe Bamberg statt. Das stationäre Hospiz am Ohmplatz ist eine Einrichtung der Diakonie Erlangen Pflege gGmbH in Kooperation mit dem Hospiz Verein Erlangen e. V..

Wir wurden von Frau Wickenhäuser, die bereits seit 8 Jahren als Sozialdienstmitarbeiterin im Hospiz arbeitet, herzlich in Empfang genommen und bewirtet. Sie erzählte uns in einfacher Sprache, mit Piktogrammen und mit viel Anschauungsmaterial sehr eindrücklich vom Leben und Sterben an diesem ganz besonderen Ort. Von den Teilnehmern wurden zwischendurch auch viele Fragen gestellt, die alle sehr ausführlich beantwortet wurden.

Im Hospiz gibt es 12 helle, klimatisierte Einzelzimmer mit Bad, Telefon, Radio und TV für die „Gäste“. Das Hospiz verfügt über ein großes Wohnzimmer zum Lesen, gemeinsam Essen, Spielen, Feiern und Musikhören, ein schönes Pflegebad und eine überdachte Terrasse, die auch für Betten zugänglich ist. Wir wurden auch durch alle Räumlichkeiten geführt.

In ein Hospiz dürfen Menschen einziehen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, die bereits weit fortgeschritten ist und an der sie bald sterben müssen, wenn sie daheim nicht mehr betreut werden können, weil der palliativ-medizinische und pflegerische Aufwand die Möglichkeiten von Laienhelfern*innen und den ergänzenden ambulanten Versorgungsformen übersteigt. Hier finden sie dann ihr letztes Zuhause.

Das Hospiz übernimmt auch Bewohner*innen aus stationären Pflegeeinrichtungen. Dies ist möglich, wenn die Finalpflege und Sterbebegleitung dort, trotz spezialisierter ambulanter Teams der Palliativversorgung (SAPV) und Ehrenamtlicher, nicht mehr geleistet werden kann. Das Hospiz steht allen Menschen offen – unabhängig von ihrer Weltanschauung und ihrer religiösen bzw. spirituellen Überzeugung.

Die Hospizgäste werden palliativ-medizinisch versorgt. Ziel ist, dass der/die Kranke möglichst ohne Beschwerden, umsorgt von Bezugspersonen aus der Familie und dem Freundeskreis, sein/ihr Leben bis zuletzt gestalten und bewusst erleben kann. Die Wünsche und Bedürfnisse der sterbenden Menschen sind im Hospiz wichtiger als Regeln und Vorschriften. Die Gäste sollen sich in ihrem letzten Zuhause sicher, geborgen und wohl behütet fühlen. Es findet auch Musik- und Kunsttherapie statt. Es gibt einen Hundebesuchsdienst, eine Seelsorgerin und ehrenamtliche Hospizbegleiter. Auch die Klinikclowns besuchen regelmäßig die Hospizgäste, lachen und weinen gemeinsam mit ihnen und ihren Angehörigen.

Herzlichen Dank auch noch einmal an Frau Wickenhäuser und den Hospizleiter Herrn Kulla für ihre tolle Arbeit sowie an das OBA-Team für die tatkräftige Unterstützung.

Nach der Führung kehrten alle zusammen noch in einem gemütlichen Biergarten ein, um die Eindrücke nachwirken zu lassen, sich auszutauschen und natürlich um gemeinsam den Tag bei leckerem Essen und Trinken ausklingen zu lassen.