Gemeinschaft . Vielfalt . Chancen
  • Kulturelle Bildung inklusiv

    Kulturelle Vielfalt leben

    Kulturelle Bildung ist ein Schlüssel zur Inklusion, doch Menschen mit Behinderung kommen nur selten in den Genuss von Angeboten in diesem Bereich.

    Die Lebenshilfe Bamberg e.V. hat daher 2018 mit Unterstützung von Aktion Mensch das Projekt „Kulturelle Bildung inklusiv“ unter Federführung der Offenen Behindertenarbeit gestartet.

    Beispielhaft soll mit diesem Projekt in Bamberg die UN-Behindertenrechtskonvention in der künstlerischen und kulturellen Bildung umgesetzt werden.

    Ziel ist, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung phantasievoll mit Kunst und Kultur auseinandersetzen und gemeinsam künstlerische Ausdrucksformen und Aktivitäten entwickeln.

    In inklusiven Workshops, Kursen und Wochenendveranstaltungen werden künstlerisch kreative Fähigkeiten in den Bereichen Tanz, Theater, Zirkus, Musik, bildende Kunst, Gestaltung, Bildhauerei, elektronische Medien, Film,Video, Fotografie, Literatur, Poesie, Rhythmik und Spiel vermittelt.

     

    Inklusion ist Begegnung

    „Kulturelle Bildung eignet sich bestens, um Menschen mit und ohne Behinderung anzusprechen und durch aktive Kultur zum gemeinsamen Erleben zu führen.„  

    Enquete-Kommission des Bundes „Kulturelle Bildung

  • Kontakt

    Kulturelle Bildung inklusiv
    Projektleiter: Harald Rink
    Moosstraße 75
    96050 Bamberg
    E-Mail:
    Harald.Rink@lebenshilfe-bamberg.de
    Tel.: 0951-1897-2105


Die Projekte von „Kulturelle Bildung inklusiv“ werden für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten und in Zusammenarbeit mit Kinderhorten, Schulen aller Bildungsbereiche, Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe, Kultur- und Stadtteilzentren, dem städtischen Kulturamt und Seniorenmanagement, kulturellen Einrichtungen, Akteuren aus der freien Kultur- und Bildungsszene, Behindertenverbänden und Selbsthilfegruppen etc. durchgeführt. 

Ganz bewusst richtet sich unser Angebot an alle Menschen mit den verschiedensten Behinderungsarten, auch außerhalb der Lebenshilfe-Einrichtungen.
Inklusive Kulturelle Bildung und Kulturarbeit braucht politische Wahrnehmung, öffentliche Wertschätzung und eine gesicherte Finanzierung.

Kulturelle Bildung inklusiv gelingt durch 

  • Schaffung einer positiven und schöpferischen Atmosphäre
  • Unterstützung des Begegnungs- und Kommunikationsprozesses
  • Beachtung unterschiedlicher Lerntempos und individueller Lernschritte
  • Stärkung des Gruppengefühls und des Vertrauens in die Gruppe
  • Ermunterung zu gegenseitiger Unterstützung und Kooperation
  • Beteiligung an Organisations- und Entscheidungsprozessen

Besondere Aufmerksamkeit gilt es Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung zu schenken. Bei Teilhabeangeboten werden sie oftmals nicht mit einbezogen. Hier gilt es neue Formen einer inklusiven kulturellen Bildung zu entwickeln und umzusetzen.

Die Bedeutung, Ziele und Methoden der kulturellen Bildung
sind für alle Menschen gleich

  • stellt den Menschen in den Mittelpunkt 
  • orientiert sich an potenziellen Fähigkeiten und Stärken des Einzelnen
  • ermöglicht vielfältiges künstlerisches Ausprobieren
  • bewertet und benotet nicht
  • ist inspirierend, fehlerfreundlich und ergebnisoffen
  • bringt Menschen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen, ihren vielfältigen Interessen und Ideen zusammen
  • aktiviert Kreativität, Fantasie, Ausdrucksfähigkeit, Neugier, Konzentrationsfähigkeit
  • stärkt Offenheit, Wertschätzung, Empathie, Teamfähigkeit, Respekt, Toleranz und Akzeptanz
  • fördert Eigenverantwortung und Eigenmotivation
  • ermöglicht sich gegenseitig künstlerisch zu inspirieren und voneinander zu profitieren

Kulturelle Bildung inklusiv in Bamberg

Umsetzung des Projekts durch:

  • Knüpfen neuer Netzwerke zwischen den Einrichtungen der Behindertenhilfe und der „Nichtbehindertenwelt“
  • Anpassung und Abstimmung bestehender Strukturen und Organisationsabläufe derbeteiligten Träger, um gemeinsame Kursangebote der inklusiven kulturellen Bildung zu ermöglichen
  • Gewinnung von professionellen Kursleitern aus dem Kunst- und Kulturbetrieb
  • Planung und Durchführung von Angeboten zur inklusiven kulturellen Bildung für Kinder,Jugendliche, Erwachsene und Senioren mit und ohne Behinderung.
  • Organisation von Unterstützungsleistungen wie Assistenz- und Mobilitätshilfen
  • Erschließung von Finanzierungsmöglichkeiten, um das Projekt nachhaltig weiterzuführen

Durchführung von inklusiven Workshops, Kursen, Wochenendveranstaltungen und Ferienmaßnahmen

  • mit Schülern aus Schulen mit und ohne Förderbedarf 
  • mit Kindern aus Heilpädagogischer Tagesstätte und Kinderhort 
  • mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit 
  • mit Erwachsenen im Rahmen der Erwachsenenbildung
  • mit Senioren in Kooperation mit dem Seniorenmanagement der Stadt Bamberg

KUFA Kulturfabrik - Kultur für Alle

Inklusive kulturelle Bildung und Kulturarbeit brauchen Freiräume und Raum zum Proben, Tanzen, Malen, Experimentieren und Denken.

Deshalb wird die Lebenshilfe Bamberg die barrierefreie KUFA als „Haus der künstlerischen Vielfalt“ eröffnen. Dieses Haus soll ein nachhaltiger Ort der inklusiven kulturellen Bildung und des künstlerischen Schaffens von Menschen mit und ohne Behinderung werden.

In der KUFA können sich Menschen mit all ihren Besonderheiten frei und ungezwungen begegnen, austauschen und künstlerisch einbringen.
Die KUFA möchte sich als Veranstaltungsort für inklusive Kultur etablieren und auch der freien Kulturszene für Auftrittsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Ziel ist es, die künstlerischen Potentiale der unterschiedlichsten Menschen zusammen zu führen, um so eine hochwertige inklusive Kultur entstehen zu lassen.

Voraussichtlicher Eröffnungstermin der KUFA ist Herbst 2019.